16 September 2026
DTM
Dreimal Punkte aus zwei Rennen für das TGI Team by GRT an herausforderndem DTM-Wochenende auf dem Sachsenring
- Maximilian Paul fährt beim Comeback mit Aufholjagd im zweiten Rennen in die Top-10
- TGI Team by GRT mit Mirko Bortolotti am Samstag wieder bestplatziertes Lamborghini-Team
- Gottfried Grasser: “Der positivste Aspekt war für uns die Rückkehr von Max.”
Maximilian Paul (GER), Lamborghini Temerario GT3 #19, Urheber: Axel Weichert
Die siebte von acht Veranstaltungen in der DTM-Saison 2026 fand für das TGI Team by GRT am vergangenen Wochenende vom 11. bis 13. September auf dem Sachsenring statt. Der Traditionskurs in Hohenstein-Ernstthal war für die von Lamborghini Squadra Corse unterstützte Mannschaft mit dem Lamborghini Temerario GT3 abermals Neuland. Mit wechselhaftem Wetter und turbulenten Sessions boten sich Mirko Bortolotti und Rückkehrer Maximilian Paul herausfordernde Bedingungen. Die beiden Lamborghini Factory Driver schafften es mit viel Durchhaltevermögen und Kampfgeist dennoch, in den beiden Rennen dreimal Punkte zu holen, darunter zwei Top-10-Resultate. Am Samstag war das TGI Team by GRT mit Bortolotti auf Rang sieben erneut das bestplatzierte Lamborghini-Team. Im zweiten Lauf erreichte Paul bei seinem Comeback zwei Monate nach dem Unfall am Norisring den zehnten Platz im Feld der 22 DTM-Fahrer.
Das Qualifying am Samstagmorgen wurde auch bei trockenen Bedingungen zum Glücksspiel. Nach einer späten roten Flagge hatten die Piloten nur drei Minuten, um die Reifen auf Temperatur zu bringen und eine Zeit zu setzen. Mirko Bortolotti verbesserte sich dabei noch auf die neunte Position. Maximilian Paul qualifizierte sich als 18. Das erste Rennen über 55 Minuten plus eine Runde begann turbulent. Eine Kollision von vier Autos sorgte für eine Safety-Car-Phase. Maximilian Paul reagierte in der Situation richtig und fuhr auf Platz 15 vor, erlitt dabei aber dennoch eine Beschädigung am Frontsplitter. Beim darauffolgenden Restart gewann Bortolotti zwei Positionen. Im weiteren Rennverlauf setzten beide Fahrer auf einen langen ersten Stint. Bortolotti kam in Runde 17 zum Reifenwechsel und lag nach dem Overcut auf Position sieben, die er bis zur Zielflagge nach 41 Runden behauptete. Maximilian Paul hingegen musste nach 27 Runden aufgrund des Folgeschadens aus der Startrunde abstellen.
Der Sonntag ging bei wechselhaften Bedingungen über die Bühne und das Qualifying fand mit Regenreifen auf feuchter Strecke statt. Mirko Bortolotti fuhr die achtschnellste Zeit, wurde aber nach der Session wegen Unregelmäßigkeiten beim Ladedruck aus der Wertung genommen. Maximilian Paul startete erneut von Platz 18. Beim Start des zweiten Laufs war der Asphalt abermals nicht ganz trocken, aber beide Fahrer des TGI Team by GRT setzten auf Slicks. In der Startrunde überholte Bortolotti sofort sechs Konkurrenten und lag damit auf P16. Der Italiener blieb beim ersten Boxenstopp-Fenster erneut länger draußen und nahm Kurs auf die Top-10, doch ein Zeitverlust beim Pitstop in Runde elf warf ihn bis auf die 17. Position zurück. Maximilian Paul hingegen profitierte im zweiten Boxenstopp-Fenster zehn Minuten vor dem Ende und lag danach auf Position 13. Mehrere Zwischenfälle sorgten in den Schlussminuten für zwei Restarts. Der Dresdner machte beim ersten Neustart einen Platz gut, beim zweiten gleich zwei. Dadurch wurde er nach 39 Runden als Zehnter gewertet. Auf P13 holte Bortolotti ebenfalls Punkte.
Für das TGI Team by GRT stehen im Oktober die beiden letzten Veranstaltungen der Saison 2026 an. Vom 9. bis 11. Oktober findet das Finale der DTM traditionell auf dem Hockenheimring statt. Am darauffolgenden Wochenende ist in Portimão (Portugal) der Saisonabschluss im GT World Challenge Europe Powered by AWS Endurance Cup an der Reihe.
#63 Mirko Bortolotti (ITA)
Qualifying 1: P9 – Rennen 1: P7
Qualifying 2: DSQ – Rennen 2: P13
Mirko Bortolotti: “Es stimmt mich zufrieden, dass wir in Bezug auf die Performance das ganze Wochenende über alles herausgeholt haben. Am Samstag haben wir mit P7 unser Potenzial voll ausgeschöpft, und das ist uns am Sonntag mit P8 im Qualifying erneut gelungen. Leider führte ein Problem am Auto bei der Leistungsabgabe zu Overboost-Spitzen, als das System zu kompensieren versuchte, was zur Disqualifikation führte. Das bedeutete, dass wir das Rennen vom Ende des Feldes aus starten mussten. Das war sehr frustrierend, denn angesichts unserer ursprünglichen Startposition und unserer Pace haben wir meiner Meinung nach am Sonntag eine echte Chance verpasst, ein weiteres starkes Ergebnis einzufahren. Dennoch können wir Zuversicht daraus schöpfen, dass wir unter allen Bedingungen das Maximum aus dem Paket herausgeholt haben.”
#19 Maximilian Paul (GER)
Qualifying 1: P18 – Rennen 1: DNF
Qualifying 2: P18 – Rennen 2: P10
Maximilian Paul: “Was die Performance angeht, war es kein einfaches Wochenende, aber ich freue mich über mein Comeback. Vor allem das zweite Rennen hat mir gezeigt, dass ich nach zehn Wochen Rehabilitation in Folge meines schweren Unfalls wieder auf dem gleichen Niveau wie die anderen Lamborghini-Fahrer sein kann. Ein solches Rennen fühlt sich für mich wie ein kleiner Sieg an. Ich fühle mich wieder wohl im Auto und bin wieder ganz der Alte, was sehr gut ist. Es ist natürlich schade, dass wir keine noch bessere Platzierung erreichen konnten, aber für mich persönlich war es ein großartiges Wochenende. In jeder Session habe ich mich stetig verbessert, und genau darauf habe ich mich bei meiner Rückkehr konzentriert. Vielen Dank an das Team, dass mir die Möglichkeit gegeben hat, so schnell zurückzukommen, und ein großes Dankeschön an TGI.”
Gottfried Grasser, Teamchef: “Es war wieder ein gemischtes Wochenende. Der Samstag war bis auf den Ausfall von Max zufriedenstellend. Er hat in der ersten Runde alles richtig gemacht und wurde noch beim Ausweichmanöver getroffen. Mit Mirko haben wir im Rennen alles aus unseren Möglichkeiten herausgeholt, mehr war nicht drin. Am Sonntag hingegen hat uns die Disqualifikation nach dem Qualifying um eine gute Chance gebracht, denn für Mirko wäre nach vorne ganz sicher wieder etwas gegangen. Der positivste Aspekt war für uns letztendlich die Rückkehr von Max. Er hat sich das gesamte Wochenende über gesteigert und ist am Sonntag dann ein richtig gutes Rennen gefahren, wie wir es von ihm kennen. Das ist für uns alle ein Erfolgserlebnis und für ihn persönlich natürlich eine Befreiung. Jetzt heißt es, gemeinsam nochmal alles reinzuwerfen und einen erfolgreichen Saisonabschluss zu haben.”
Mirko Bortolotti (ITA), Lamborghini Temerario GT3 #63, Urheber: Axel Weichert
Maximilian Paul (GER), Lamborghini Temerario GT3 #19, Urheber: Axel Weichert
Mirko Bortolotti (ITA), Lamborghini Temerario GT3 #63, Urheber: Axel Weichert