01 June 2026

GTWCE

TGI Team by GRT bei der GT World Challenge Europe in Monza ohne Glück

  • Turbulenter Sonntag im GT World Challenge Europe Powered by AWS Endurance Cup
  • Unverschuldete Zwischenfälle beenden Aufholjagd im 3-Stunden-Rennen
  • Gottfried Grasser: “Wir sind optimistisch, dass die Resultate bald kommen werden.”
GTWCE Monza 2026

Mirko Bortolotti (ITA), Lamborghini Temerario GT3 #63, Urheber: Gruppe C Photography

Die zweite Runde des GT World Challenge Europe Powered by AWS Endurance Cup brachte für das TGI Team by GRT am vergangenen Wochenende weitere wichtige Erkentnisse mit dem neuen Lamborghini Temerario GT3. Auf dem Autodromo Nazionale Monza stand vom 29. bis 31. Mai das Heimspiel für den italienischen Hersteller auf dem Programm. Nach vielversprechenden Trainings hielt das Rennen für Mirko Bortolotti, Maximilian Paul und Franck Perera nicht das erhoffte Resultat bereit. Nach einer turbulenten Startphase waren die drei Lamborghini Factory Driver auf dem Weg in die Top 10. Aufgrund mehrerer unverschuldeter Zwischenfälle mussten sie kurz nach Rennhalbzeit vorzeitig abstellen.

Auf dem 5,793 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs von Monza herrschten an allen drei Tagen optimale Bedingungen bei Sonne und sommerlichen Temperaturen. Das TGI Team by GRT setzte den Aufwärtstrend mit dem Lamborghini Temerario GT3 im hochkompetitiven Endurance Cup am Freitag zunächst fort. Im zweiten Training markierte Mirko Bortolotti die drittschnellste Rundenzeit im Feld der insgesamt 57 GT3-Fahrzeuge. Der Italiener lag dabei nur 0,098 Sekunden über der Bestzeit. Im dreiteiligen Qualifying am Samstagmorgen konnten er und seine Teamkollegen daran jedoch nicht anknüpfen und erreichten den 17. Platz im Pro Cup.

Das Rennen über eine Distanz von drei Stunden startete am Sonntagnachmittag um 16:00 Uhr MESZ. Startfahrer Franck Perera war bereits in der ersten Schikane als Unbeteiligter in eine Massenkarambolage mehrerer Autos involviert. Er konnte dem Unfall zwar ausweichen, wurde dabei aber getroffen, wodurch das Auto eine erste Beschädigung erlitt. Die in Folge des Zwischenfalls notwendige Neutralisierung nutzte das TGI Team by GRT für einen frühen Boxenstopp nach nur 15 Minuten. Perera fiel dadurch von der fünften auf die 36. Position zurück.

Kurz vor Ablauf der ersten Stunde kam es in der ersten Schikane zu einem weiteren Kontakt. Ein Konkurrent fuhr Perera ins Heck und schob diesen in das vorausfahrende Fahrzeug. Bis zum nächsten Fahrerwechsel arbeitete sich der Franzose trotzdem bis auf Platz elf vor. Nachdem Maximilian Paul übernommen hatte, erwiesen sich die Beschädigungen jedoch als zu schwerwiegend. Der Dresdener musste das Auto nach 41 Runden und etwas mehr als anderthalb Stunden Rennzeit an der Box abstellen.

Für das von Lamborghini Squadra Corse unterstützte TGI Team by GRT steht das nächste Rennwochenende vom 19. bis 21. Juni in der DTM an. Die prestigeträchtige Meisterschaft gastiert für die dritte Station im diesjährigen Kalender auf dem Lausitzring. Im GT World Challenge Europe Powered by AWS Endurance Cup folgt nur eine Woche später das große Saisonhighlight mit den CrowdStrike 24 Hours of Spa-Francorchamps.

#63 TGI Team by GRT
Mirko Bortolotti (ITA) / Franck Perera (FRA) / Maximilian Paul (GER)
Pro Cup
Qualifying: P17 – Rennen: DNF

Mirko Bortolotti: “Nach einem vielversprechenden Start war es für uns ein schwieriges Wochenende. Am Sonntag hatten wir mehr Probleme als erwartet, was wir vor dem nächsten Rennen genauer untersuchen und verstehen müssen. Es ist wirklich schade, dass wir das Auto nach einer Berührung abstellen mussten, da ich deshalb im Rennen keine einzige Runde fahren konnte.”

Franck Perera: “Das war wirklich sehr unglücklich, denn wir hätten hier unsere ersten Punkte holen können. Trotz des ganzen Chaos gelang mir ein echt guter Start, und wir hatten die Chance auf ein gutes Ergebnis. Das Rennen war ziemlich wild und es ist schade, dass wir nicht die Zielflagge gesehen haben. Positiv ist jedoch, dass das Team wieder einmal große Fortschritte gemacht hat. Ich bin mir sicher, dass wir in Spa stärker zurückkommen werden. Ich freue mich schon darauf.”

Maximilian Paul: “Ich hatte in Monza ein besseres Gefühl als vor einer Woche bei der DTM in Zandvoort. Wir sind mit dem Auto definitiv auf dem richtigen Weg. Jedes Wochenende fühlt sich nach einem Schritt an und ich freue mich jedes Mal, diese Entwicklung zu sehen. Wir haben also trotz des Ausfalls allen Grund, positiv zu bleiben. Bis zur DTM auf dem Lausitzring werden wir weiter hart arbeiten, um noch mehr aus dem Paket herauszuholen.”

Gottfried Grasser, Teamchef: “In den Trainings haben wir eine recht gute Balance gefunden und der dritte Platz war sehr positiv. Damit sahen wir eigentlich die Formkurve der vergangenen Wochen bestätigt. Am Renntag konnten wir das aber nicht umsetzen. Das Qualifying ist für uns mit dem Auto nach wie vor eine Herausforderung. Uns fehlen noch Erfahrungswerte, um den Reifen konstant ins optimale Arbeitsfenster zu bringen. In einer so engen Meisterschaft bekommt man das natürlich sofort zu spüren. Das Rennen verlief turbulent und wir waren als Unbeteiligter nach wenigen Metern schon von der Startkollision vor uns betroffen. Als Franck dann später noch einmal von einem anderen Fahrzeug touchiert wurde, führte das letztendlich zum Ausfall. Es ist für uns kein einfacher Saisonstart, aber wir sind optimistisch, dass die Resultate bald kommen werden.”

GTWCE Monza 2026

TGI Team by GRT, Lamborghini Temerario GT3 #63, Urheber: Gruppe C Photography

GTWCE Monza 2026

TGI Team by GRT, Lamborghini Temerario GT3 #63, Urheber: Gruppe C Photography

GTWCE Monza 2026

Maximilian Paul (GER), Lamborghini Temerario GT3 #63, Urheber: Gruppe C Photography

GTWCE Monza 2026

TGI Team by GRT, Lamborghini Temerario GT3 #63, Urheber: Gruppe C Photography