13 April 2026
GTWCE
TGI Team by GRT sammelt wertvolle Erfahrungen beim Debüt mit dem neuen Lamborghini Temerario GT3 auf dem Circuit Paul Ricard
- Steile Lernkurve im GT World Challenge Europe Powered by AWS Endurance Cup
- Lamborghini Factory Driver überzeugen beim Saisonstart in Frankreich mit Konstanz
- Gottfried Grasser: “Das erste Wochenende mit dem neuen Auto war eine enorme Herausforderung.”
Mirko Bortolotti (ITA), Lamborghini Temerario GT3 #63, Urheber: Gruppe C Photography
Der Saisonauftakt des GT World Challenge Europe Powered by AWS Endurance Cup markierte am vergangenen Wochenende vom 10. bis 11. April einen Meilenstein in der Geschichte von GRT. Auf dem Circuit Paul Ricard in Südfrankreich war das von Lamborghini Squadra Corse unterstützte Team aus der Steiermark erstmals mit dem neuen Lamborghini Temerario GT3 am Start. Der Nachfolger des legendären Lamborghini Huracán GT3 EVO zeigte in den Händen der Lamborghini Factory Driver Mirko Bortolotti, Franck Perera und Maximilian Paul vor allem im Rennen sein Potenzial. Ein besseres Resultat blieb dem Trio nach einer beeindruckenden Aufholjagd jedoch versagt.
Die internationale GT3-Elite war am ersten von fünf Rennwochenenden im prestigeträchtigen Endurance Cup der SRO Motorsports Group mit zehn Herstellern vertreten. Das TGI Team by GRT setzte im Feld von insgesamt 58 Fahrzeugen einen von zwei Lamborghini Temerario GT3 ein. Für das neue Kundensportfahrzeug des italienischen Sportwagenherstellers war es nach dem Debüt in den USA die Premiere auf europäischem Boden. Auf dem Programm stand mit den 6 Hours of Paul Ricard ein herausforderndes Langstreckenrennen.
Beim Rennstart am Samstag um 18:00 Uhr MESZ bewies Mirko Bortolotti einmal mehr seinen Kampfgeist. Von Startplatz 45 spielte der 36-jährige Italiener seine Qualität im hart umkämpften ersten Stint voll aus und machte bis zum ersten Fahrerwechsel nicht weniger als 21 Positionen gut. In der zweiten Stunde übernahm Maximilian Paul den Lamborghini Temerario GT3 mit der Startnummer 63. Der 26-Jährige lag bereits innerhalb der Top 20, doch unmittelbar vor dem zweiten Boxenstopp warf ein Reifenschaden hinten links das Team weit zurück.
Franck Perera griff danach auf Position 45 wieder ins Geschehen ein. Die Chancen auf ein zählbares Resultat waren nach dem Rückschlag gering, weshalb sich der 41-jährige Franzosen und seine Teamkollegen im weiteren Rennverlauf auf die Setuparbeit konzentrierten. Bis zur Zielflagge spulten sie die Kilometer mit dem neuen GT3-Fahrzeug problemlos ab und konnten so weitere Erkenntnisse für die Entwicklung sammeln. Nach sechs Stunden wurde das Team auf Platz 39 im Gesamtklassement sowie Platz 14 im Pro Cup gewertet.
Für das TGI Team by GRT geht es in zwei Wochen mit dem Auftakt in der DTM weiter. Auf dem Red Bull Ring in Österreich steht für Mirko Bortolotti und Maximilian Paul vom 24. bis 26. April das Heimspiel des Teams an. Im GT World Challenge Europe Powered by AWS Endurance Cup geht die nächste Runde vom 29. bis 31. Mai in Italien über die Bühne. Austragungsort für das 3-Stunden-Rennen ist traditionell das Autodromo Nazionale di Monza.
Mirko Bortolotti (ITA) / Franck Perera (FRA) / Maximilian Paul (GER)
#63 TGI Team by GRT
Pro Cup
Qualifying: P16 – Rennen: P14
Franck Perera: “Für Lamborghini war es nach dem Debüt des Autos bei den 12 Hours of Sebring die zweite Premiere mit dem Temerario GT3. Das Ziel bestand von vornherein darin, die Zielflagge zu sehen. Das ist uns gelungen und wir haben natürlich auch gesehen, dass wir wie erwartet noch mehr Zeit brauchen, um das Potenzial auszuschöpfen. Das gesamte Team hat dieses Wochenende wie immer einen super Job gemacht. Es ging diesmal nur ums Ankommen, aber insgesamt haben wir definitiv Arbeit vor uns.”
Maximilian Paul: “Die Arbeit mit dem Team hat dieses Wochenende viel Spaß gemacht. Wir sind eine tolle Einheit und harmonieren alle sehr gut miteinander, aber mit dem neuen Auto sind wir noch nicht da, wo wir sein wollen. Wir wissen, dass 2026 für uns ein Lehrjahr ist, aber die Performance beim Auftakt hat gezeigt, dass wir gemeinsam noch härter pushen müssen, um den derzeitigen Rückstand so schnell wie möglich aufzuholen.”
Gottfried Grasser, Teamchef: “Das erste Wochenende mit dem neuen Auto war eine enorme Herausforderung. Es war schwieriger, als wir erwartet hatten. Wir haben beim Setup eine solide Balance gefunden, aber den Reifen trotzdem nicht ins Arbeitsfenster bekommen. Dadurch ist ein beträchtlicher Rückstand entstanden, der sich technisch nicht kompensieren ließ. Damit mussten wir dann zurechtkommen. Die Aufholjagd im ersten Stint war sicherlich der Mirko-Faktor, denn dabei hat der Fahrer ganz klar den Unterschied gemacht. Das war letztendlich unser Highlight. Max hatte danach leider großes Pech, dass so kurz vor dem Pitstop ein Wrackteil von einem anderen Teilnehmer den Reifen beschädigt hat. Wir haben das Rennen daraufhin als Test genutzt und noch einige Dinge ausprobiert. Unter dem Strich hat die Performance gefehlt. Wir müssen jetzt die Ärmel hochkrempeln und in den kommenden Tagen alles analysieren, um das Paket für das nächste Rennen zu verbessern.”