GRT GRASSER RACING TEAM FEIERT PODESTERFOLG AUF DEM NÜRBURGRING

06.08.2018

Platz zwei für das GRT Grasser Racing Team beim vierten Rennwochenende des ADAC GT Masters auf dem berühmten Nürburgring.

Im gleißenden Licht der Sonne begann das Rennen am Samstag auf dem Nürburgring mit einem rasanten Start. Mirko Bortolotti, der sich das Auto mit Andrea Caldarelli teilt, hatte sich zuvor für den neunten Startplatz qualifiziert. Dank einer ausgezeichneten ersten Rennhälfte verbesserte er sich bis auf den vierten Platz.

Caldarelli knüpfte nach dem Fahrerwechsel nahtlos an Bortolottis Leistung an und führte das Team zu Platz drei im ersten Rennen. Und es ging noch weiter nach oben: Am späten Samstagabend erhielt der #25 Audi eine nachträgliche 30-Sekunden-Strafe wegen eines Frühstarts - dadurch rückten Caldarelli/Bortolotti im Auto mit der Startnummer #63 sogar bis auf die zweite Position vor! Im zweiten Rennen gelang dem Duo eine Aufholjagd vom 20. bis auf den 15. Platz.

Der Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung ging diesmal an Rolf Ineichen und Christian Engelhart im Auto mit der Nummer #82. Für den Schweizer war es bereits der dritte wohlverdiente Sieg in dieser Wertung. Der Weg im ersten Rennen war schon beim Start vorgezeichnet: Vom 23. Startplatz ging es schließlich bis auf die zehnte Position nach vorne. Im Rennen am Sonntag startete Engelhart von Platz 23 und hielt diese Position. Nach dem Fahrertausch fuhr Ineichen einen großartigen zweiten Stint, doch letztendlich musste sich das #82 Auto mit dem 33. Platz begnügen.

Beim Schwesterauto mit der Startnummer 19 lief es im Samstagsrennen ganz anders. Companc lieferte im ersten Stint eine herausragende Leistung ab und verbesserte sich vom elften bis auf den sechsten Platz. Im zweiten Stint kämpfte Perera zeitweise um einen Platz auf dem Podium, bis er nach einer Kollision mit dem #20 Mercedes bis auf den 24. Platz zurückfiel. Unglücklicherweise kam das Duo heute im zweiten Rennen auf dem Nürburgring nicht über P22 hinaus.

Das GRT Grasser Racing Team hat nun 64 Punkte auf dem Konto und kämpft weiter um die Meisterschaft in der Teamwertung. Weiter geht die Reise nach Zandvoort (Niederlande) zum nächsten Rennwochenende des ADAC GT Masters vom 18. bis 19. August.

Lamborghini Huracán GT3 (ORANGE1 by GRT Grasser) #63 (Mirko Bortolotti, Andrea Caldarelli)
1. Rennen: 2nd (1:28.559), 39 Runden
2. Rennen: 15th (1:28.359), 41 Runden

Mirko Bortolotti: "Ich bin stolz auf unsere Leistungen an diesem Wochenende. Wir haben einen fantastischen Podestplatz im ersten Rennen eingefahren, obwohl wir im Vergleich zur Konkurrenz viel weniger Pace hatten. Außerdem ist mir eine großartige erste Runde gelungen, in der ich mich vom neunten bis auf den vierten Platz verbessert habe. Wir haben das Bestmögliche herausgeholt. Im zweiten Rennen war dann nicht mehr als P15 drin."

Andrea Caldarelli: "Das erste Rennen lief ziemlich gut. Wir sind von Platz neun gestartet - mehr war einfach nicht drin - und dann Zweiter geworden. Während des Boxenstopps haben wir ein wenig Zeit verloren, aber letztendlich konnten wir wichtige Punkte für die Meisterschaft einfahren. Heute war es schwieriger, vor allem das zweite Qualifying war nicht einfach für uns. Im Rennen selbst lief es recht gut und uns sind keine Fehler unterlaufen. Ich denke, dass wir heute das Maximum herausgeholt haben. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Rennen in Zandvoort und ich bin sicher, dass wir es dort wieder bis aufs Podium schaffen werden."

Lamborghini Huracán GT3 #82 (Rolf Ineichen, Christian Engelhart)
1. Rennen: 10th (1:28.785), 39 Runden
2. Rennen: 33rd (1:28.025), 39 Runden

Christian Engelhart: "Das war kein einfaches Wochenende für uns. Am gesamten Rennwochenende waren wir nicht konkurrenzfähig genug. Wir haben immer noch etwas zu viel Gewicht im Auto und ich hatte in beiden Qualifying-Sessions Probleme. Es war ein kleines Wunder, dass wir es als Zehnter in die Punkteränge geschafft haben. Das zweite Rennen begann unglücklich, als sich in der ersten Runde vor uns ein Auto auf der Strecke drehte. Ich musste aufs Gras ausweichen, um einen Kontakt zu vermeiden. Schade, denn mein Start war sehr gut gewesen. Das hat mich natürlich einige Positionen gekostet. So hatte ich bis zum Ende Schwierigkeiten. Also kein einfaches Wochenende, aber wir freuen uns schon auf die nächsten Rennen. Ich hoffe, dass wir dann viel konkurrenzfähiger sein werden."

Lamborghini Huracán GT3 #19 (Ezequiel Perez Companc, Franck Perera)
1. Rennen: 24th (1:28.328), 29 Runden
2. Rennen: 22nd (1:27.824), 39 Runden

Franck Perera: "Vom Wochenende bin ich relativ enttäuscht. Aber wir haben eine sehr ordentliche Performance an den Tag gelegt; vor allem Perez, er macht große Fortschritte. Deshalb freuen wir uns schon auf die nächsten Rennen."

Ezequiel Perez Companc: "Ein hartes Wochenende. Im ersten Rennen hatten wir den zweiten Platz vor Augen, doch wegen eines Unfalls mit einem anderen Auto war das leider nicht möglich. Darüber sind wir schon etwas enttäuscht. Heute in Rennen 2 waren das Auto und die Pace gut - vielen Dank ans Team für die tolle Arbeit!"

Gottfried Grasser, Teambesitzer: "Das erste Rennen war gut, und unser zweiter Platz eine schöne Belohnung für unsere harte Arbeit. Mit Blick auf die Performance hatten wir Schwierigkeiten im Qualifying, aber wir haben das Maximum aus unseren Autos herausgeholt. Bessere Plätze wären nicht möglich gewesen. All unsere Fahrer haben sehr gute Arbeit geleistet. Die Plätze zwei und zehn sind gute Ergebnisse, die uns wertvolle Punkte eingebracht haben. Im zweiten Qualifying hatten wir Pech. Als die roten Flaggen geschwenkt wurden, befanden sich unsere drei Autos gerade auf der Strecke. So wurden unsere Rundenzeiten gestrichen und in der zweiten Qualifying-Session fehlte es dann etwas an Performance. Deshalb standen wir in der Startaufstellung nicht weiter vorne. Im zweiten Rennen haben die Jungs so hart wie möglich gekämpft. Letztendlich war das Rennergebnis aber eine Folge des durchwachsenen Qualifyings. Wir geben jetzt weiter Vollgas, schließlich befinden wir uns mitten im Kampf um die Top-Drei in der Meisterschaft."