Grasser Racing Team mit drei Siegen in Zandvoort

06.07.2014

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  • Halek/Landmann feiern zwei Siege in ihrer Wertung
  • Proczyk/Bleekemolen holen die Pole Position und gewinnen das erste Rennen
  • Wichtige Punkteausbeute für die Teamwertung
Bereits eine Woche nach dem erfolgreichen Renneinsatz in der Blancpain Endurance Serie in Südfrankreich auf dem Paul Ricard HTTT konnte das österreichische Team von Gottfried Grasser bei der Blancpain Sprint Serie weitere Plätze auf dem Podium und viele Punkte in der Meisterschaftswertung sammeln.
header_grasser_racing_team__10_2014 In der starken Sprint Serie setzte das Team am vergangenen Wochenende im niederländischen Zandvoort wieder zwei schnelle Reiter Lamborghini Gallardo FL2 ein, die jeweils von den Fahrerpaarungen Hari Proczyk (AUT) / Jeroen Bleekemolen (NLD) sowie Sascha Halek (AUT) / Stefan Landmann (AUT) in zwei unterschiedlichen Wertungen gefahren werden. Proczyk und Bleekemolen werden in der PRO-Klasse gewertet, Halek und Landmann in der PRO-AM-Klasse.
Proczyk und Bleekemolen brachten ihren Gallardo bis ins dritte Qualifying und Bleekemolen stellte den Rennwagen mit einer deutlich schnellsten Zeit (1:36.612) auf die Pole Position. Beim fliegenden Start ins Qualifying Rennen konnte der Niederländer seine erste Position behaupten und führte mit einer starken Performance während seines gesamten Stints das Rennen an. Kurz vor dem obligatorischen Boxenstopp mit Fahrerwechsel fing es zu regnen an und sämtliche Fahrer hatten mit den Slicks auf der nassen Fahrbahn zu kämpfen. Das Team und die Fahrer absolvierten einen perfekten Stopp und Hari Proczyk ging mit Regenreifen wieder ins Rennen und blieb weiterhin souverän auf P1. Der Einsatz des Safety-Cars kurz vor dem Ende des Rennens ließ das gesamte Fahrerfeld wieder zusammenrücken. Beim Restart konnte der Österreicher unter schwierigen Wetterbedingungen seinen ersten Platz verteidigen und fuhr diesen ins Ziel.

Im zweiten Fahrzeug musste Stefan Landmann bis zum Qualifying versuchen, die Strecke kennenzulernen, da er in Zandvoort bisher noch nicht zum Einsatz kam. Im Qualifying brachte sein Fahrzeugpartner Sascha Halek den Lamborghini ins Q2 und Landmann holte dort Platz 15 in der Gesamtwertung und P2 in der PRO-AMKlasse.

Landmann, mit einem guten Start ins Qualifying-Rennen, konnte bis zum Fahrerund Räderwechsel bis auf P13 vorfahren. Der Wechsel wurde durch den starken Verkehr in der Boxengasse verzögert, dadurch verloren die beiden Rennfahrer wertvolle Platzierungen und Halek reihte sich auf P15 wieder ins Renngeschehen ein. Der weitere Rennverlauf wurde im Mittelfeld vom Regen und der schlechten Sicht stark beeinflusst. Halek kam mit den widrigen Umständen aber gut zurecht und konnte diese für sich gut nutzen. Der Österreicher belegte am Ende einen hervorragenden P8 in der Gesamtwertung und P1 in der PRO-AM-Klasse.

Beim Start zum Hauptrennen am Sonntag gab es während der Startphase einen Unfall, der erneut den Einsatz des Safety-Cars zur Folge hatte. Nach dem Restart konnte Hari Proczyk seine Position auf P1 behaupten, obwohl er massiv von dem Mercedes-Benz mit Götz am Steuer attackiert wurde. Zum Boxenstopp entschied das Team auf Slicks zu bleiben, obwohl es zu regnen begann. Beim schnellen Fahrerwechsel von Proczyk auf Bleekemolen wurde jedoch aus Versehen der Motor erneut gestartet und hatte zur Folge, dass die Mechaniker die Räder nicht gleich wechseln konnten. Dadurch verzögerte sich der Stopp um wertvolle Sekunden und das Fahrzeug verlor viele Platzierungen. Bleekemolen reihte sich auf P7 wieder ein und versuchte zu pushen, merkte aber, dass sich der Gallardo nicht mehr so schnell fahren ließ. Trotz des Handicaps konnte sich der Niederländer nach vorne kämpfen und beendete sein Rennen mit wichtigen Meisterschaftspunkten auf Platz 5.

Sascha Halek war von Beginn des Rennens mit schnellen Rundenzeiten unterwegs, konnte seine Verfolger hinter sich lassen und behauptete während seines Stints P1 in der PRO-AM-Wertung. Wie beim Schwesterfahrzeug entschied das Team, dass beim Fahrerwechsel nicht auf Regenreifen gewechselt wird. Landmann ließ sich von dem einsetzenden Regen nicht beeindrucken, setzte seinen Spurt fort und konnte sich im Gesamtfeld sogar bis auf P6 verbessern. Bis zum Ende des Rennens fuhr der Österreicher immer noch persönliche Bestzeiten und wurde am Ende mit P1 in der PRO-AM-Wertung belohnt.

Hari Proczyk:
„Das Wochenende war eigentlich ganz gut. Wir haben die Pole Position im Qualifying geholt und das erste Rennen gewonnen. Der Speed vom Auto war sehr gut. Beim Hauptrennen am Sonntag habe wahrscheinlich ich während des Fahrerwechsels beim Boxenstopp irgendwie den Motor gestartet, obwohl das Auto noch oben war. Ich nehme an, dass ich mit dem Ellenbogen auf den Startknopf gekommen bin, als ich mit Jeroen (Bleekemolen) getauscht habe. Das müssen wir noch prüfen. Hier haben wir viel Zeit verloren. Beim Wechsel muss auch irgendwas gebrochen sein, da Jeroen danach mit dem Auto nicht mehr wirklich schnell unterwegs war.“

Jeroen Bleekemolen:
„Bis zum Hauptrennen war das Wochenende perfekt. Da hatten wir dann beim Boxenstopp ein Problem und verloren viel Zeit. Auch danach ging das Auto nicht mehr so schnell. Wahrscheinlich ist beim Stopp irgendwas kaputt gegangen. Das Team hat wieder gute Arbeit geleistet, wir waren superschnell unterwegs und hätten bestimmt auch zwei Siege einfahren können.“ Sascha Halek:
„Das war ein gutes Wochenende für Stefan (Landmann), das Team und mich. Meine Aufgabe war klar: Ich musste versuchen, immer vor A. Latif im Audi R8 bleiben, um unsere PRO-AM-Wertung zu gewinnen. Das Team hat unsere Boxenstopps immer sehr schnell hinbekommen und ich wusste, wenn ich Stefan das Auto auf P1 übergeben kann, dass er in der Lage ist, diesen Platz ins Ziel zu bringen. Beim Wetterpoker haben wir immer richtig entschieden und das hat uns auch sehr geholfen. Ich freue mich schon auf den Slovakia Ring, der sollte dem Lamborghini Gallardo gut liegen.“

Stefan Landmann:
„Am Wochenende hatten wir richtige Wetterkapriolen, von 27 Grad Sonne bis 10 Grad mit Starkregen war alles dabei. Ich bin das erste Mal hier in Zandvoort gefahren und es war nicht so einfach. Aber Jeroen (Bleekemolen) hat dem Team hier sehr wertvolle Unterstützung gegeben. Mit den beiden Wertung-Siegen bin ich sehr zufrieden, mein Kollege Sascha (Halek) und das Team haben tolle Arbeit geleistet. Mal sehen, wie es auf dem Slovakia Ring wird, auch dort bin ich bisher noch nie gefahren.“

Achtung:
Der nächste Rennevent in der Blancpain Endurance Serie findet vom 22.-24. August 2014 auf dem Slovakia Ring statt. Das Grasser Racing Team hat seinen nächsten Einsatz in der Lamborghini Super Trofeo im Rahmen des 24h-Rennens von Spa-Francorchamps Ende Juli.
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